Moderne - Barcelona
Barcelona
Barcelona
Da Spanien eine lange kalligrafische Tradition aufweist und auch die moderne spanische Typografie klar, aber trotzdem dekorativ ist, haben wir uns beim Buchdesign Barcelona für eine Kombination aus modernen und traditionellen Elementen entschieden. Die verwendeten Ornamente sind spanischen Kacheln nachempfunden. Die Einzüge der Schrift und Absätze gehen auf das Raster zurück, das sich durch die Kacheln ergibt.
Die Schriften sind die Relato Sans und Serif des Typedesigners Eduardo Manso, der in Barcelona lebt. Die Relato Serif zeigt deutliche Bezüge zur Kalligrafie, die Relato Sans ist die serifenlose Entsprechung und wurde 2006 vom Type Directors Club New York ausgezeichnet.
Trends in der zeitgenössischen Buchgestaltung lassen sich nur schwer auf einen Nenner bringen, denn sie sind noch in Bewegung. Für die »moderne« Designreihe des Verlags Robbert Baron van Haersolte haben wir uns daher entschieden, Ansätze der Buchgestaltung und im Grafikdesign ab etwa den 1950er-Jahren unter die Stilrichtung »modern« zu fassen. Allen Ansätzen der Buchgestaltung der letzten Jahrzehnte war gemeinsam, dass nichts als unmöglich angesehen wurde. Teilweise noch stärker als in den 1920er-Jahren wurde mit Stilmitteln experimentiert. Dies führte vor allem von den 1960er- bis in die 1980er-Jahre zu einer Vielfalt von ungewöhnlichen Designs. Neben den Verfechtern der klassischen Buchtypografie mit ihren Bezügen auf die Renaissance entstand in den 1950er- und 1960er-Jahren eine nüchterne und funktionale Buchgestaltung, die vor allem mit Arbeiten Schweizer Gestalter und dem Begriff der »Schweizer Typografie« verbunden ist, aber auch mit den Arbeiten von Willy Fleckhaus – bekannt vor allem für die Zeitschrift TWEN. Der allgemeine Aufbruch der Literatur und Kunst im Zuge der sogenannten 1968er-Bewegung prägte auch die damalige Buchgestaltung, insbesondere durch die konsequente Kleinschreibung. Hinzu kam durch die technische Entwicklung des Fotosatzes erstmals die Möglichkeit der elektronischen Verzerrung und Überlagerung bzw. Kombination von Buchstaben. Mit computergestützten Satzsystemen wurde die Buchproduktion und Buchgestaltung erheblich erleichtert. Die Schrift war nicht mehr an einen materiellen Träger gebunden, Satz- und Umbruchkorrekturen wurden unkomplizierter. Freie Layouts bestimmten die Buchgestaltung mehr und mehr, Kunststoff wurde als neues Einbandmaterial entdeckt. Mit dem ausgehenden 20. Jahrhundert gab es eine erneute Bezugnahme auf klassische Buchlayouts, dies wurde aber mit aktuellen Designelementen verknüpft
Buchdesigns