Avantgarde der 1920er Jahre - Dessau
Dessau
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Die Akzidenz Grotesk, mit der unser Buchdesign Dessau gestaltet wurde, ist eine der ältesten serifenlosen Druckschriften. Sie wurde 1898 von der Schriftgießerei Berthold veröffentlicht und zunächst als werbewirksame Schrift für den Akzidenzsatz eingesetzt. Ihre Buchstabenform ähnelt heutzutage allgemein bekannteren Schriften wie der Helvetica. Serifenlose Schriften gibt es seit ca. 1830. Aufgrund ihrer für damalige Verhältnisse sehr ungewöhnlichen Formgebung (keine Serifen) wurden sie »grotesk« genannt. Diese zunächst abfällige Bezeichnung setzte sich später als Gattungsbegriff durch.
Die 1920er-Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges waren von großen Umwälzungen geprägt. Es gab Autos, Fließbandfertigung (Ford T), Bewegtbilder als Massenmedium und erste Tonfilme, Radioübertragungen, eine Vorstufe des Fernsehens, Langstreckenflüge (Charles Lindbergh), medizinische Entwicklungen (Penicillin, Insulin) sowie zahlreiche politische Änderungen (Sowjetunion, Irland, Türkei). Dies hatte auch Auswirkungen auf den gesamten kulturellen Bereich. In Theater, Film, Mode, Musik, Kunst und Literatur wurde vielfach versucht, eine künstlerische Entsprechung der »modernen Zeit« zu finden. Viele Entwicklungen, die international gleichzeitig und teils ähnlich abliefen, werden heute unter dem Begriff »Bauhaus« zusammengefasst, da das Bauhaus die bekannteste deutsche Schule für Kunst, Kunsthandwerk, Design und Architektur war und bis in die Gegenwart einen maßgeblichen Einfluss hat. Fast zeitgleich entstand in den Niederlanden die Künstlergruppe De Stijl (1917–1931) und in der Sowjetunion die Konstruktivisten um El Lissitzky, Alexander Michailowitsch Rodtschenko und andere.
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